Wenn man ein neues Wohnmobil hat, dann ist das erste Jahr wunderschön. Dein Mann lebt so richtig im Camping Lifestyle. Der Kaffee wird in der Bialetti zubereitet. Die Haare werden Luft getrocknet, und auf dem Stellplatz wird Land Strom für die Klimaanlage und das Notebook laden regelmäßig angeschlossen.
Aber man hat auch schon am freistehen geschnuppert. Die persönlichen Bedürfnisse haben sich auch geändert. Man hat auf dem Stellplatz auf einmal die Kaffeemaschine dabei und der Haarföhn wird auch regelmäßig benutzt. Die Klimaanlage läuft in den Sommermonaten regelmäßig, auch wenn man sich da umweltbewusstes und nur am Abend den Wagen zum schlafen etwas runter kühlt.
Da ist es nicht ganz abwegig, wenn man überlegt, ob man das Ganze nicht mit einem Wechselrichter auch autark, genauso nutzen könnte. Moderne Akkus mit Lithium Eisenphosphat sind sehr leicht geworden und bieten sehr viel Kapazität. Einfach die noch sehr Junge Batterien austauschen und einen Wechselrichter dazu einbauen oder vielleicht so eine neue Powerstation nutzen.
Was spricht nun für eine Power Station? Sie ist flexibel nutzbar sie kann nicht nur im Fahrzeug verwandt werden, sondern auch zu Hause moderne power Station haben nicht nur einen Wechselrichter um 230 V abzugeben. Sie haben auch noch USB Anschlüsse und auch Laderregler für Solar Panel integriert. Also ein wirkliches autark Paket.
Also warum nicht eine PowerStation kaufen, diese zu Hause aufladen in das Wohnmobil stellen und bei Bedarf einfach mit einem Kabel die Powerstation am Wohnmobil anschließen. Kurz gesagt, das funktioniert. Das ist eine super Sache, zumal die Eingriffe am Fahrzeug sich auf diesem Weg in Grenzen halten aber es gibt ja nichts, was ohne Haken und Ösen ist.
Das Problem
Die meisten Power Station sind nach aktuellem Stand der Technik sicher. Angeschlossene Geräte, die einen Fehler haben, werden zuverlässig vom Strom getrennt, so dass einem Nutzer keine Gefahr droht. Wenn an einer Steckdose mehrere Geräte betrieben werden, wie zum Beispiel der EBL und der Kühlschrank und dann noch eine Kaffeemaschine, dann kann es schnell zum Problem kommen, denn der Schutzmechanismus des IT Netzes der Powerstation kann dann aufgehoben werden. Aber schützt dich dann nicht der FI im Wohnmobil?
leider nein, denn dieser ist bei IT Netzen, wie sie eine PowerStation zur Verfügung stellt, nicht funktionsfähig. Ganz einfach erklärt liegt es daran, dass der Schutzleiter gar nicht benutzt wird. Somit würde im Fehlerfall der Strom nicht über den Schutzleiter abgeleitet werden und die Powerstation gar nicht bemerken.
also ist der Betrieb einer Powerstation am Wohnmobil ohne weiteres nicht möglich. Um diesen Anschluss zu realisieren, gibt es allerdings von den Herstellern der PowerStation spezielle Kabel. In diesem Kabel wird auf verschiedenen Wege sichergestellt, dass ein Kurzschluss gegen den Erdleiter zum auslösen des FI Schutzschalter führt meistens ist das ein externer Schutzschalter, denn natürlich kann der internen Installation nichts verändert werden.
Die Lösung
Das was zu diesem Zweck notwendig ist, bezeichnet der Elektroinstallateur als PE-N Brücke, diese ist notwendig um aus dem IT Netz ein TN Netz. In diesem Netz wird der Schutz durch den Erdleiter sichergestellt.
Daraus ergibt sich, das der Wechselrichter in der Powerstation grundsätzlich sicher betrieben werden kann.
Aber WICHTIG: Nicht jedes Kabel mit einem FI liefert diese Funktion. Daher solltet ihr die Hersteller der jeweiligen Powerstation anfragen. Häufig liefern die noch zusätzliche Sicherheit, wie z.B. der direkten Notabschaltung des Wechselrichters.
Also steht dem Projekt eine Powerstation in ein Wohnmobil im gründe nichts mehr entgegen.
Aber es gibt noch viele Ideen/Gedanken dazu, den wie wird die Powerstation angeschlossen, fest? Kommt eine Vorrgangschaltung zum Einsatz? Wie wird die Powerstation geladen?
Es geht weiter 🙂
